Pressemitteilung 02-37

Tag der Bustouristik am 7. Januar 2019 in Halle (Saale)

Qualität aufgestellt – Experten beziehen Position

Experten analysieren die Rolle der Qualität im Wettbewerb und Potenziale des Uptrading am 7. Januar 2019 in Halle. Dieter Gauf, Spiritus Rector des Branchenauftakts in das neue Touristikjahr, präsentiert Qualität bei Thema und Mannschaftsaufstellung, sprich Rednerliste:

Qualität visualisieren – Content schafft Wettbewerbsvorteile und Präferenzen“ ist der Titel des Impulsreferats von Martin Katz, Group Destination Director von FTI Touristik. Dieser agile Tourismuskonzern setzt bereits sehr erfolgreich das Fernsehen als Verstärker von Preis- und Produktbotschaften ein, denn gerade Qualität lässt sich im TV besonders gut visualisieren, um Kaufimpulse zu wecken.

Marco Schuy, geschäftsführender Gesellschafter von Schuy Exclusiv Reisen bezieht in der Runde die Position des qualitätsorientierten Busreiseveranstalters und des RDA-Vorstandsmitglieds: „Exklusivität aufbauen lohnt sich, denn Premiumkunden zahlen besser“. Marktstudien, wie die ReiseAnalyse belegen, dass qualitätsorientierte Kunden 47 % mehr ausgeben als preisorientierte – und bei Studienreisen sogar über 100 % mehr!

Bewertungs- und Vertriebsportale nehmen immer größeren Einfluss auf den Markt. Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des IHA Hotelverband Deutschland e.V., sieht Parallelen bei mittelständischen Busreiseveranstaltern und Hotels. Sein Expertstatement lautet: „Keine Einbahnstraße – Kooperation von Bus und Hotel in Zeiten der Portalökonomie“.

Dr. Dietlind von Laßberg ist stellvertretende Vorsitzende des Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., der die „Sympathiemagazine“ herausgibt, die die Urlaubsentscheidungen vieler Menschen prägen. Als stellvertretende Vorsitzende der FUR ReiseAnalyse ist sie auch bestens mit den Motiven und dem Verhalten der Urlauber vertraut. Mithin eine Basis, um nachhaltig Urlaubsträume zu entwickeln. In Halle fokussiert sie: „Interkulturelle Reiseleitung – Produktkern hochwertiger Gruppenreisen“.

Der „Tag der Bustouristik“ blickt dabei auch über den nationalen Tellerrand hinaus. Jay Munro-Michell, Senior Manager Buyers &Travel Technology der ETOA, European Tourism Association, bringt dazu „International Benchmarks and Best Practices“ ein.

Falsche Qualitätsaussagen und dubiose Bewertungen können zu teuren Konsequenzen führen, wie der streitbare Jurist Prof. Dr. Harald Bartl anmahnt. Sein Beitrag: „Ein Buch mit 7 Qualitätssiegeln: von Bewertungsportalen, Superlativen, Sternen und Abmahnungen“ verspricht lebhafte Äußerungen vom Podium und aus dem Plenum. Darauf zielt das Tagungsformat: „Themen –Thesen – Zwischenrufe“, das bei dem vorangegangenen „Tag der Bustouristik“ seine Feuertaufe bestanden hat, unter der Moderation von Johannes Hübner, der auch beim kommenden Branchenforum die Paneldiskussion leitet. Er ist der Branche bestens bekannt als RBI Sicherheitsexperte aus zahlreichen TV- und Radioauftritten.

Für den Gastgeber des „37. Tag der Bustouristik“ hat die Bus- und Gruppentouristik hohe Priorität. Immerhin wird der Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann die Teilnehmer begrüßen. Im Hinblick auf die Unterstützung, die die Branche speziell in Sachen „Urlaubssteuer“ von den Ländern im Bundesrat braucht, ist RDA Präsident Benedikt Esser erfreut, dass auch die Politik diese Tagung nutzt, um die qualitätsorientierte Branche persönlich kennenzulernen. Esser eröffnet den Startschuss in das neue Branchenjahr. Er wird dort sicherlich auch Neuheiten über den RDA und die RDA Group Travel Expos erläutern. Die Tagung und speziell auch das Get-together am Vorabend bieten beste Gelegenheiten zum Networking.

Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer und Secretary General der EACT, European Alliance for Coach Tourism, ist erfreut, dass es gelungen ist, ausgewiesene Fachleute zu gewinnen, um das Thema „Qualität – Uptrading lohnt sich“ aus verschiedenen, richtungsweisenden Perspektiven zu beleuchten. „Ich erwarte eine spannende Diskussion, in die sich die Teilnehmer einbringen sollen – so wie es mehrere Touristiker bereits angekündigt haben, z. B. zu Qualitätskriterien und zur Effektivität von Zertifikaten, wie das für Reiseleiter.“

„Reisende soll man aufhalten“ ist ein Credo von der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH, dem Gastgeber der Tagung. Denn die 1200-jährige Geburtsstadt Georg Friedrich Händels bietet viele Unikate, wie die erste Lutherbibel und das „Halle-Lujah“ des größten Glockenspiels Europas oder die berühmte einstige Waisen- und Schulanstalt der Franckeschen Stiftungen mit der barocken Kulissenbibliothek. Die Tagungslocation des „Tag der Bustouristik“ ist äußerst reizvoll, findet er doch im ältesten Varieté Theater Deutschlands statt, dem Steintor-Varieté.

Am Vorabend treffen sich Referenten und viele Teilnehmer zum Get-together bei der ältesten noch existierenden Brüderschaft der Welt: die „Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle“ siedet bis heute nach alter Tradition das Salz im heutigen Halloren- und Salinemuseum.

Halle ist gut erreichbar über den Flughafen Leipzig-Halle, das Autobahnkreuz der A9, A14 und A38 oder per ICE.

In diesem Sinne: „Bus bald in Halle“!

Die Anmeldung ist auf www.tag-der-bustouristik.de möglich.


Pressemitteilung 01-37

37. „Tag der Bustouristik“ am 7. Januar 2019

Qualität – Uptrading lohnt sich

Ausstieg aus der Preisspirale

Beim Startschuß in das neue Touristikjahr diskutiert die Branche Szenarien zum  Ausstieg aus der Preisspirale. Experten der Bus – und Gruppentouristik und externe Fachleute tauschen sich am 7. Januar 2019 auf dem „Tag der Bustouristik“ in Halle (Saale) über Qualität und Präferenzbildung als Antwort auf den Preiskampf aus. Das Tagungsformat  Themen – Thesen – Zwischenrufe   garantiert eine spannende Debatte.

Von billig über preisbewusst zum Premium-Angebot. Bei rückläufigen Märkten ist man versucht an der Preisschraube zu drehen. Denn aktive Preispolitik gilt als relativ leicht aufzubauen, flexibel zu handhaben - die negativen Auswirkungen auf das Produktwert-Profil sind jedoch schwer korrigierbar.  Im scharfen Wettbewerb mit ähnlichen Anbietern und stagnierenden Kundenzahlen stellt der Preiswettbewerb allerdings kaum Umsatzwachstum in Aussicht. Bietet Uptrading, das Aufwerten der Angebote, den Ausstieg aus der Preisspirale? Denn Premiummarken versprechen bessere Renditen.

Die Zahlen sprechen für sich: Qualitätsorientierte Touristen geben 47% mehr als Preisorientierte. Wobei letztere immerhin noch 24% mehr ausgeben als  Billigtouristen.

Billigtouristen: der Urlaub soll so billig wie möglich sein.

Preisorientierte: möchten einen möglichst preisgünstigen Urlaub, bei dem aber die  Qualität stimmt.

Qualitätsorientierte wollen für gute Qualität gerne einen angemessenen Preis zahlen.

Bei Studienreisen ist dieses Ausgabeverhalten noch ausgeprägter: 43% der Studienreisenden sind qualitätsorientiert, bzw. 39% preisorientiert. Dabei tätigen die Qualitätsbewußten  über 100% höhere Reiseausgaben als diejenigen, die sich als preisorientiert sehen! (vgl.: RA ReiseAnalyse 2018 face-to-face)

Also, auf geht´s: Rasch die Reiseangebote mit Qualitätsmerkmalen aufladen und schon klingelt die Kasse!  Leider funktioniert das nicht so einfach. Oberflächenmarketing versetzt nicht in die Premiumklasse. Kosmetische Änderungen an der Verpackung reichen nicht aus, man muß an die Leistungsinhalte gehen. Uptrading erfordert dabei nicht nur ein überlegeneres Leistungsbündel, sondern auch Statusaufwertungen, mithin Befriedigung von Achtungs- und Geltungsbedürfnissen, die oft bei Qualitätskäufen eine große Rolle spielen. Und dies muß beim Kunden und im Vertrieb ankommen. Verbesserte Bewertungen sind eine Voraussetzung, um sich  mit Premiumreisen von (bisherigen) Durchschnittsangeboten abzuheben.

Mehrumsätze müssen durch mehr Kunden oder Preiserhöhungen erzielt werden.

Der kommende „Tag der Bustouristik“ behandelt die Rolle der Qualität in der Touristik und Potentiale des Uptrading. Dabei analysieren Experten die Dynamik des Preis-Qualitäts-Zusammenhangs und die Umsetzung im Marketing, in der Produktplanung und bei der Reisedurchführung. Dazu gehört auch der scharfe Konkurrenzkampf  im Mietomnibusgeschäft. Es geht um das ambivalente Zusammenwirken von Präferenz- und Preispolitik sowie Markenbildung und Image

Dazu gibt es mehrere Fragestellungen:

  • Wie signalisiert man Qualität:  mit oder ohne Siegel?
  • Warum sind  qualitätsorientierte Kunden bereit, für gute Qualität angemessene Preise zu zahlen. Wie nehmen Kunden teure Qualität bewusst wahr und wertschätzen sie?
  • Kann man preisbewußte Kunden umpolen? Immerhin bucht jeder 3. preisorientierte Kunde letztlich qualitätsorientiert. Im Verkaufsgespräch kann die richtige Bedarfsermittlung Reiseträume wecken.
  • Und dies kann auch die Zusammenarbeit der Bustouristik mit den Reisebüros befeuern: Qualität ist oft erklärungsbedürftig und beratungsintensiv, wobei  teure Qualitätsreisen auch saftige Provisionen abwerfen – mithin Argumente für den Reisebürovertrieb.
  • Präferenzbildung schafft preispolitischen Aktionsradius. Sie beruht auf handfesten Qualitätsunterschieden. Bloße Leistungsversprechen reichen nicht. Wie kann man sich ein Markenimage in lokalen, regionalen und Zielgruppen-Märkten erarbeiten und kommunizieren? Damit hochwertige Angebote mit angemessenem Preis zum Kunden finden.
  • Qualifizierte Reiseleitung ist dabei ein Produktkern der hochwertigen Gruppenreise -nicht nur bei Studienreisen. Denn Reiseleiter und versierte Reisebuschauffeure schaffen Emotionalität, einzigartige Erlebnisse und Rundumbetreuung die damithochwertige Busse, erstklassige Hotels, Luxuskabinen und Logen bei der Festpremiere komplettieren.
  • Wie lässt sich Qualitätspolitik im Mietomnibusmarkt durchsetzen? Zielgruppenorientierte Präferenzbildung ist ein Schlüssel für ertragreiches Vereinsgeschäft.
  • USP: Wie schafft man Einzigartigkeit unter vielen Wettbewerbern mit ähnlichen Produktionsfaktoren und Destinationen?
  • Welche Instrumente der Qualitätskontrolle (Fragebögen, Mysterytests) eignen sich?
  • Gibt es Methoden, um Investionen in Qualität vorab bei potenziellen Kunden zu testen?

Wichtig sind Benchmarks und der „Blick über den Tellerrand“ der spezifischen Bus- und Gruppentouristik hinaus: Best Practices von Hotellerie, innovativen großen Reiseveranstaltern und aus dem Ausland. Durch Werbung und Vertrieb über die Medien und Infotainment kann man Wantappeal von Qualitätsreisen visualisieren.

Diese und andere spannende Fragen und Thesen behandelt der 37. „Tag der Bustouristik“ am7. Januar 2019 in Halle (Saale).

Die Stadtmarketing Halle  (Saale) GmbH ist Gastgeber des Branchen-Kick-off ins neue Jahr in einer spannenden, attraktiven Location mit guten Gelegenheiten für Kollegengespräche und Erfahrungsaustausch  mit den Referenten – vor, während und nach dem „Tag der Bustouristik“. Viele Teilnehmer stimmen sich schon am Vorabend beim Get-together darauf ein!

Konzeption und Tagungsleitung des „Tag der Bustouristik“: RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf. RDA-Präsident Benedikt Esser eröffnet die Tagung. Zusagen namhafter Experten liegen bereits vor. Das Programm mit den Referenten wird in Kürze bekannt gegeben.

Die Teilnahme ist für Fachleute ohne Gebühr.


Pressemitteilung 03-36

Tag der Bustouristik 8. Januar 2018: Saarland gegen Urlaubssteuer!

Mit einem eindeutigen „Nein zur Urlaubssteuer!“, der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung auf Hotelleistungen, startete der 36. Tag der Bustouristik am 8. Januar in Saarbrücken. Jürgen Barke, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, äußerte sich so eindeutig auf der Pressekonferenz zu Beginn des Tages.

Für RDA-Präsident Benedikt Esser ist die Urlaubssteuer das Damoklesschwert, welches weiterhin existenziell bedrohend über der Branche schwebt und dankte Barke ausdrücklich für die Unterstützung. Jürgen Barke betonte: „Wir sind eng an Ihrer Seite. Vor allem für Grenzregionen ist die Urlaubssteuer ein noch größeres Problem.“ Er sprach sich darüber hinaus gegen jegliche Mautpläne aus. „Beides gehört nicht in ein modernes Europa.“

Ferner machte der Staatssekretär deutlich, dass der Tourismus mit 3 Mio. Übernachtungen im Jahr ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sei und den Strukturwandel im Saarland, nach dem Ende der Kohleförderung, maßgeblich unterstütze. Allerdings sei das Ziel nicht Masse, sondern Klasse, auch vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Tourismus.

Neben Jürgen Barke und Benedikt Esser standen auch Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, Peter Gillo, Direktor des Regionalverband Saarbrücken, und Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer, den zahlreichen Journalisten Rede und Antwort.

Auch während der anschließenden Veranstaltung bewegte das Thema „Urlaubssteuer" die Teilnehmer. Benedikt Esser erörterte in seinem Grußwort noch einmal eindrücklich das Schreckensszenario, welches mit dieser verbunden ist. „Jeder vierte Busreiseveranstalter könnte aus dem Markt austreten, 100 werden in grenznahe Gebiete übersiedeln und es stehen steuerliche Nachbelastungen von 1,4 Mrd. Euro im Raum.“ Esser dankte aber auch Dieter Gauf für die Organisation der Veranstaltung. „Der gestrige Abend im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte und auch der heutige Tag sind großartig.“

Themenreisen - Domäne der Bustouristik? 
Ein eindeutiges Ja! So die einhellige Meinung der über 200 Teilnehmer auf die im Raum stehende Frage, ob Themenreisen eine Domäne der Bustouristik seien. Auch die Referenten kamen bei ihren Vorträgen zu dem gleichen Ergebnis.

Dieter Gauf: „Themen und Events bieten grenzenloses Potenzial für tausende Reiseangebote. Das Ankoppeln von Reiseveranstaltern an das Themenmarketing von Organisationen oder Destinationen ist sinnvoll. Das Angebot spricht nicht alle an, die thematisch interessierte Zielgruppe aber besonders. Themenreisen sind, wie Maßanfertigungen, das natürliche Geschäft der Mittelständler.“ Insbesondere für Events sei aber auch ein bestimmter Zyklus wichtig. Wie all dies hervorragend gelinge, zeige das Beispiel der Passionsspiele in Oberammergau.

„Begeisterung entscheidet – Geheimnisse der weltweit größten Geschichte im Themen- und Eventtourismus“, so der Titel des Impulsreferats von Gerhard Griebler und Walter Rutz, beide Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co. KG, die den leider verhinderten Spielleiter Christian Stückl vertraten. Griebler und Rutz leben ganz offensichtlich die Begeisterung, die seit 1634 ursächlich ist für den Erfolg dieses epochalen Ereignisses.

Die Passionsspiele sind ein hervorragendes Beispiel für Themenreisen mit weltweiter Nachfrage nach den begehrten Tickets und Paketen. Deren Vertrieb unterliegt alle 10 Jahre Veränderungen, insbesondere in Bezug auf Märkte, Methoden, Marketing. Und wer so lange am Markt ist, kann natürlich viel an Geschichten aber auch an Insiderwissen beitragen. Schon 1880 kam Thomas Cook aus Großbritannien mit über 5.000 Gästen und forderte von den damaligen Veranstaltern ein Theater, damit die Gäste nicht mehr unter freiem Himmel der ca. fünfstündigen Passion beiwohnen mussten. Und so kam es auch. Überhaupt haben in den letzten Jahrzehnten britische und amerikanische Gäste den Erfolg bestimmt. Zur nächsten Passion 2020 sollen auch das deutsche Publikum, aber auch deutsche Veranstalter mit gezielten Marketingmaßnahmen verstärkt angesprochen werden. Die internationalen Märkte werden demgegenüber stark kontingentiert.

Themen, Thesen, Zwischenrufe so der Titel des nächsten Teils der Tagung, den Johannes Hübner moderierte, bekannt in der Branche als Leiter der RDA-Sicherheitsinitiative RBI. Erstmals konnte das Plenum mit gelben und roten Karten unmittelbar in das Geschehen und den Vortrag eingreifen, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde.

Dr. Ulrich Basteck, Geschäftsführer des Busreiseveranstalters Wörlitz Tourist und RDA-Vizepräsident, nahm den Faden des Impulsreferats auf „Mit Themenreisen zum Erfolg - Ideen, die begeistern“ und eröffnete mit fünf Thesen den Knowhow- Austausch. „Ein gemeinsames Thema gibt Menschen in unserer zunehmend individualisierten aber zugleich auch globalisierten Welt eine Klammer, spannt Brücken und bringt Menschen zueinander“, so sein Plädoyer. Themenreisen seien aber auch wie Gold im Marketing. Zielgruppen können effizient definiert und differenziert bearbeitet werden. Wörlitz Tourist, stark bei Musikreisen, wirbt etwa gezielt auf den Tickets der Berliner Philharmoniker.

Die internationalen Perspektiven des Busunternehmers brachte der Schweizer Roger Kopf ein. Er ist Vorsitzender der Car Tourisme Suisse und Inhaber von Kopf Reisen AG. Eindrucksvoll schilderte Kopf eine achttägige Themenreisetour nach Dresden und Hamburg mit 31 Bussen und über 1.200 Teilnehmern, u.a. mit Besuch der Semperoper und der Elbphilharmonie. Kopf legte aber auch beispielhaft dar, dass in der Schweiz Auftragsfahrten etwa für Vereine, äußerst lukrativ seien und der Begriff des Lohnkutschers, wie er in Deutschland verwendet würde, gänzlich unbekannt, aber auch unangebracht sei. Als weiteres Erfolgsrezept nannte er die Stammkundenpflege, motivierte Fahrer, eine hervorragende Organisation aber bspw. auch Headsets für alle Gäste an Bord.

Tina Behringer, Präsidentin des VPR, Internationaler Verband der Paketer, und Geschäftsführerin von Behringer Touristik, beschrieb die Funktion der „Paketreiseveranstalter als Ideengeber und Lieferanten der Touristik“. Behringer sieht eindeutig eine verstärkte Entwicklung zum Ver- bzw. Auslagern von Dienstleitungen. Hinzu käme, dass Paketer aktuelle Trends, etwa durch aktives Trendscouting, schneller erkennen und auch in Angebote umsetzen können. Last but not least würde die Leistungsabsicherung bspw. bei Konzertkarten, aber auch bei Hotel- und Kabinenkontingenten, immer wichtiger. 

Jochen Szech, Präsident des Vereins zur Förderung des Tourismus nach Osteuropa und Zentralasien VTOA und Inhaber von Go East Reisen, stellte die „Seidenstraße“, auf der bereits Alexander der Große und Marco Polo nach Samarkant, Tashkent und in andere exotische Städte zogen, als besondere Themenreise und hervorragendes Best-Practice für themenorientierte kombinierte Bus-Flugreisen vor. Nicht zuletzt mit der „One-Belt One-Road“ Initiative Chinas entstünden entlang der historischen Route leistungsfähige Hotellerie und Infrastrukturen, die sich touristisch nutzen ließen. „Vorausgesetzt, man kennt sich aus oder arbeitet mit lokalen, verlässlichen Anbietern zusammen“, so Szech. „Doch nicht zur das Ziel ist entscheidend für den Erfolg einer Gruppenreise, sondern auch Zeit für Mehrwerte zu schaffen und individuellen Freiraum in der Gruppe zu bieten.“

„Welterbestätten adeln Themenreisen“ lautete der Beitrag von Claudia Schwarz, Vorsitzende der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. „Welterbestätten sind einzigartig, einfach Geschichte voller Leben“, so Schwarz, „wirken aber ebenso international integrativ und auch für die Bewohner.“ Die Strahlkraft dieses Prädikats sei besonders wertvoll in der Werbung und argumentativ im Vereinsreisegeschäft. „Welterbe inspiriert“, erörterte Schwarz. Im Kreise der RDA-Mitglieder sucht sie nach weiteren Begeisterten, die im Rahmen einer Roadshow diese Inspiration an potenzielle Gäste weitergeben wollen.

In vielen Tagungen redet man über Kunden und deren Verhalten und Bedürfnisse, diesmal kamen sie zu Wort. Daniela Topp-Burghardt, Vorsitzende des Ring Europäischer Frauen e.V., erörterte, was für sie eine gelungene Gruppenreise, wie sie sie jährlich für ihren Kreis organisiert, ausmacht. Zentral gelegene individuelle Hotels seien ihrer Gruppe wichtig, ebenso wie Begegnungen zu dem Thema Europa. So zählt für sie nicht das allgemeine Potpourri der Sehenswürdigkeiten, sondern den Bedürfnissen ihrer Mitglieder entsprechend, stehe Europa in all seinen Facetten im Mittelpunkt.

Dieter Gauf, Spiritus Rector des "Tag der Bustouristik", lobte im Anschluss an die Veranstaltung die tolle Kulisse und Atmosphäre des Saarbrücker Schlosses und bedankte sich bei allen Beteiligten für die herzliche und hervorragende Unterstützung, insbesondere bei Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, stellvertretend für das gesamte Team der TZS. Bereits beim Get-together am Vorabend in der Welterbestätte Völklinger Hütte konnten die Tagungsteilnehmer die regionale Küche des Saarlandes genießen. Getreu dem Untertitel der Tagung: „Themenreisen – mit ausgewählten Zutaten zu köstlichen Reiseerlebnissen.“
Der nächste Tag der Bustouristik findet am 7. Januar 2019 in Halle an der Saale statt.

Der Tag der Bustouristik und insbesondere die gemeinsame Forderung nach einem „Nein zur Urlaubssteuer“ fanden ein großes Medienecho u.a. in der Saarbrücker Zeitung und dem Saarländischen Rundfunk Radio. Der Saarländische Rundfunk Fernsehen berichtete in seiner Sendung „Aktueller Bericht“ vom 8. Januar ebenfalls ausführlich über das Thema.

v.l. Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer, Benedikt Esser, RDA-Präsident, Jürgen Barke, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, und Peter Gillo, Direktor Regionalverband Saarbrücken.

v.l.: Jürgen Barke, Markus Tressel, MdB Bündnis 90/Grüne, Dieter Gauf und Benedikt Esser.

Dieter Gauf dankt allen Beteiligten für einen inspirierenden Tag der Bustouristik.

Nächstes Jahr geht es nach Halle an der Saale.


Pressemitteilung 02-36

36. Tag der Bustouristik, 8. Januar 2018

Experten stellen Themenreisen auf den Prüfstand

Themen, Themenjahre und Events sind eine unerschöpfliche Quelle von tausenden Reiseangeboten: Für interessierte Pauschalreisende sowie für themenorientierte Vereine und fachliche und gesellschaftspolitische Organisationen. Erfolgsfaktoren sind themen- und zielgruppenspezifische Organisation und Marketing sowie Begeisterung der Zielgruppen.

Der traditionsreiche RDA-Insider-Branchentreff „Tag der Bustouristik“ steht am 8. Januar 2018 in Saarbrücken im Zeichen der Experten-Debatte über die Frage „Themenreisen – Domäne der Bustouristik?“

Unternehmer der Wertschöpfungskette von Themenreisen diskutieren mit Repräsentanten der Destinationen und Kunden dieser anspruchsvollen Reiseart. Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes sowie stellvertretende Ministerpräsidentin begrüßt den „Tag der Bustouristik“ in Saarbrücken.

„Begeisterung entscheidet – Geheimnisse der weltweit größten Geschichte im Themen- und Eventtourismus“ ist der Titel des Impulsreferats von Christian Stückl. Der Spielleiter der Passionsspiele Oberammergau lebt die Begeisterung vor, die ursächlich für den Erfolg dieses weltweit bekannten Ereignisses ist. Zu seiner beeindruckenden Vita zählt die Inszenierung des „Jedermann“ in Salzburg. Die Passionsspiele sind ein hervorragendes Beispiel für Themenreisen mit weltweiter Nachfrage nach den begehrten Tickets und Paketen.

Themen, Thesen, Zwischenrufe ist der Titel des nächsten Teils der Tagung, den Johannes Hübner moderiert, bekannt als Moderator und in der Branche als Leiter der RDA-Sicherheitsinitiative RBI. Als Veranstalter des Internationalen Concours d`Elegance Classic-Gala Schwetzingen mit exklusiven Oldtimerfahrzeugen ist er auch Gestalter eines europaweit bekannten zielgruppen-bezogenen Themenevents.

Wie überträgt man Themenbegeisterung in kaufmännischen Erfolg? Dies ist eine der Fragen, die Experten der touristischen Wertschöpfungskette aus verschiedenen Perspektiven untersuchen. Das Tagungsformat ruft dabei auch zu Zwischenrufen des Podiums auf – sowohl von Seiten der Kunden als auch aus dem Teilnehmerkreis.

Dr. Ulrich Basteck, Geschäftsführer des führenden Busreiseveranstalters Wörlitz Tourist GmbH und RDA-Vizepräsident nimmt den Faden des Impulsreferats auf: „Mit Themenreisen zum Erfolg – Ideen, die begeistern“ und eröffnet den Know-how- Austausch.

Die internationalen Perspektiven des Busunternehmers bringt der Schweizer Roger Kopf ein. Er ist Vorsitzender der Car Tourisme Suisse und Inhaber der Kopf Reisen AG.

Tina Behringer, Präsidentin des VPR Internationaler Verband der Paketer e.V. und Geschäftsführerin von Behringer Touristik GmbH & Co. KG beschreibt die Funktion der „Paketreiseveranstalter als Ideengeber und Lieferanten der Touristik“.

„Welterbestätten adeln Themenreisen“ lautet der Beitrag von Claudia Schwarz, Vorsitzende der UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V. Die Strahlkraft dieses Prädikats ist besonders wertvoll in der Werbung und verlockend im Vereinsreisegeschäft.

Auf vielen Tagungen redet man über Kunden und deren Verhalten und Bedürfnisse. Der „Tag der Bustouristik“ bittet sie zu Wort: Daniela Topp-Burghardt, Vorsitzende des Ring Europäischer Frauen e.V., erwartet bei den von ihr organisierten Reisen das Besondere, kein Potpourri der Sehenswürdigkeiten, sondern einen Roten Faden, der die touristischen Leistungen und Routen mit Themen und den Bedürfnissen ihrer Mitglieder verknüpft. Das gibt es nicht als Konfektionsware von der Stange.

Dazu meldet sich der streitbare Jurist Prof. Dr. Harald Bartl mit provozierenden Zwischenrufen: „Themenreisen – Plattform für Schwarztouristik und Plagiate“, die die Diskussion sicherlich anfeuern werden. Prof. Dr. Bartl hat den RDA-Mitgliedern kürzlich mit der Ausarbeitung neuer Allgemeinen Reisebedingungen des RDA praxisgerechte Lösungen bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie (ab 01.07.2018) vorgelegt.

RDA-Präsident Benedikt Esser eröffnet den Jahresauftakt der Branche. In seiner Rede wird er auch einen Überblick über die wichtigsten Branchenanliegen und Vorhaben des RDA sowie die RDA Group Travel Expos geben.

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes sowie stellvertretende Ministerpräsidentin unterstreicht durch ihr Grußwort die Bedeutung des Tourismus für das Saarland, denn “es braucht die Gruppentouristik, um mehr Wertschöpfung durch hohe Qualität zu erreichen“.

Die Tourismus Zentrale Saarland GmbH ist Gastgeberin des Branchenforums und bietet im Saarbrücker Schloss und mit einem ausgewählten Rahmenprogramm eine hochwertige Kulisse.

Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer und Spiritus Rector des „Tag der Bustouristik“, unterstreicht die Bedeutung: „Die Damen und Herren, die auf dem Branchenforum Position beziehen, verkörpern maßgebliche Facetten von Themenreisen. Ich möchte, dass der Begriff „Zwischenrufe“ die Teilnehmer zu Beiträgen motiviert und dass diese Wortwahl zu reger Diskussion führt“.

Am Vorabend findet ein Get-together im Unesco Weltkulturerbe Völklinger Hütte statt.

Im Sinne von „Themenreisen – mit ausgewählten Zutaten zu köstlichen Erlebnissen“ bieten die Inhalte, die Location und das Rahmenprogramm, auch nach Ansicht von RDA-Präsident Benedikt Esser, einen spannenden attraktiven Start in das neue Touristikjahr.

Die Teilnahme an der Tagung ist für Fachleute ohne Tagungsgebühren.

Information/Anmeldung:

E-Mail: dieter.gauf@gauf-germany.de

www.tag-der-bustouristik.de

Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer

Tel.: 0221 – 91 27 72-0, Fax: 0221 – 12 47 88

Hohenstaufenring 47-51

50674 Köln

E-Mail: info@rda.de

www.rda.de


Pressemitteilung 01-36

36. Tag der Bustouristik am 8. Januar 2018

Themenreisen: „mit ausgewählten Zutaten zu köstlichen Erlebnissen"

Themenreisen, eine Domäne der Bus- und Gruppentouristik, fokussiert der „Tag der Bustouristik“ am 8.Januar 2018 in Saarbrücken. Vereine und themenorientierte fachliche Organisationen spielen bei der Veranstaltung dieser Reisen eine große Rolle, da deren Kunden oft Themenkompetenz höher einschätzen als touristische Professionalität. Sie erwarten das Besondere: mehr als luxuriöse Hotels, kein Potpourri der Sehenswürdigkeiten, sondern einen Roten Faden, dessen Ablauf die Zielgruppe fasziniert. Das Branchenforums greift spannende Fragestellungen auf:

Wie überträgt man Begeisterung in kaufmännischen Erfolg?

Wie vervielfacht man Kompetenz? Mithin maßgeschneiderte Konfektion für Spezialmärkte, damit sich Entwicklungs- und Spezialisierungsaufwand rechnen. Mega-Events, Themenjahre, inszenierte Ereignisse, Themenparks, Festspiele und Museumsausstellungen sind unerschöpfliche Quellen für Tausende von Themenreisen. Wie kann man sich an deren Nachfrage andocken?

Die Eventzyklen - Dauerevents, jährliche und epochale Events - erfordern differenziertes Marketing und Realisierung. Bleibt Altbewährtes repetierbar?

Die Funktion der Paketreiseveranstalter als Ideengeber und Lieferanten der Bus- und Gruppentouristik.

Der 36. „Tag der Bustouristik“ bietet den interdisziplinären Erfahrungsaustausch mit internationalen Perspektiven, gerade auch über das Best practice der Passions-Spiele Oberammergau und deren Geheimnisse der weltweit größten Geschichte im Themen- und Eventtourismus!

Protagonisten der zur Diskussion stehenden Sachverhalte klären über Potentiale und Hintergründe auf und klammern gerade auch brisante Punkte nicht aus, wie den Zugriff auf begehrte Tickets zu populären Preisen einerseits, sowie Rückgabe und das Verramschen von Tickets bei Incentives andererseits. Die profilierten Experten stellen sich den Tagungsteilnehmern, denn Zwischenrufe sind erwünscht. Dazu hat sich Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer und Spiritus rector des „Tag der Bustouristik“, konzeptionelle Innovationen ausgedacht.

Mit der Fachtagung startet die Branche in das Neue Jahr 2018 – im Saarbrücker Schloss, einst mittelalterliche Burg, dann Fürstenresidenz, heute architektonisches Aushängeschild der Landeshauptstadt! Die Tourismus Zentrale Saarland GmbH ist Gastgeber des 36. „Tag der Bustouristik“. Das Saarland passt ideal zum Leitmotiv Themenreisen, denn es bietet Kultur, Kulinarik und attraktive Events. Das traditionelle Get-together findet am Vorabend in einer spannenden Location statt.

Das Symposium spricht die gesamte Wertschöpfungskette der Bustouristik an.

Das Programm mit den Referenten wird in Kürze über die Presse bekannt gegeben.

Die Teilnahme ist für Fachleute ohne Gebühr.

Dialog: Die bei Konzeption der Tagung bereits eingebrachten Thesen, Szenarien, Best practices und Hinweise aus dem In- und Ausland versprechen eine spannende, zukunftsweisende Diskussion. Die Tagungsleitung ruft auf, Vorschläge und Beiträge einzureichen.


Information/Anmeldung:

E-Mail: dieter.gauf@gauf-germany.de

www.tag-der-bustouristik.de

Dieter Gauf, RDA-Hauptgeschäftsführer

Tel.: 0221 – 91 27 72-0, Fax: 0221 – 12 47 88

Hohenstaufenring 47-51

50674 Köln

E-Mail: info@rda.de

www.rda.de